Gibt man in den verschiedenen Suchmaschinen den Begriff Fernkurse ein, dann bekommt man eine Vielzahl von Angeboten. Sie reichen von großen überregionalen Anbietern bis hin zu kleinen, fast familiären Schulen, die die verschiedensten Kurse anbieten. Auf diese Weise kann man zum Beispiel seine Sprachkenntnisse auffrischen oder seine beruflichen Qualifikationen erhöhen. Die Vorteile der Fernkurse liegen auf der Hand: Man braucht das Haus nicht zu verlassen und kann seine Zeit frei einteilen. Hat man noch kleinere Kinder, lernt man, wenn die Kinder schlafen oder im Kindergarten sind. Möchte man sich berufsbegleitend weiterbilden, lernt man nach Feierabend oder am Wochenende oder auch in seinem Urlaub.
Aber man sollte es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ein Fernkurs bedeutet auch, dass man lernen muss, obwohl man gar keine Lust hat oder krank ist. Man hat keine Motivation von Mitschülern, kann keine Probleme oder Unverstandenes in der Gruppe diskutieren. So gerät man leicht in die Situation, dass man die Arbeit vor sich herschiebt, weil man ja schließlich auch morgen noch lernen kann. So vergeht Tag um Tag und Woche um Woche und am Ende des Monats hat man dann doch nichts gelernt.
Man sollte also auch über einen längeren Zeitraum hoch motiviert sein, um diesen „inneren Schweinehund“ zu überwinden und sein Pensum durchziehen.
Die Kosten für diese Fernkurse sind oft geringer als bei den Kursen vor Ort, da die Schulen die Ausgaben für das Lehrpersonal und für geeignete Räume sparen. Sind die Gründe der Weiterbildung privater Natur, muss man die Kosten natürlich selbst tragen. Verbessert man seine beruflichen Qualifikationen, kann man den Arbeitgeber darum bitten, einen Teil zu übernehmen oder sogar ganz zu bezahlen. Hier sollte man auch prüfen, ob die Kosten nicht steuerlich absetzbar sind.
Fazit: Nicht jeder ist geeignet, einen Fernkurs zu absolvieren. Es gehört eine Menge Selbstdisziplin und Motivation dazu, vor allem, wenn der Kurs über eine längere Zeit geht. Wer das Gespräch mit Lehrern und Mitschülern braucht, sollte allerdings eine Schule mit Anwesenheitspflicht wählen.